Da ich ausnahmsweise mal Zeit habe, erzähle ich euch meine Erlebnisse aus Hongkong.

Ich bin unfreiwillig zur Visumsverlängerung in Hongkong gelandet. Da meine letzte Zeit in Peking sehr stressig war, investierte ich etwas wenig Zeit in die Planung und entschied mich von Dienstag zu Dienstag zu bleiben - Montag bis Freitag hätte auch gereicht. Naja, so habe ich etwas Puffer mit dem Visum. Dachte ich zumindest... Mein Flug ab Peking ging um 9 Uhr morgens. Da ich ja weiss dass ich immer viel Unglück habe, bin ich also 4.30Uhr aufgestanden und war 6.15Uhr am Flughafen, Terminal 3 internationale Flüge. Dort stand aber nirgens mein Flug dran. Bin ich gleich zur Info: "Ihr Flug geht ab Terminal 2!" Wass? Orh das ist doch schon wieder sinnlos! Wieso gibts ein System wenn man es dann nicht einhält? (Ich hätte es einfach nochmal auf meinen Ausdruck gucken müssen - aber da ich ja erst eine Woche zuvor am Flughafen war, war ich von Terminal 3 überzeugt). Naja also in den Shuttlebus zu Terminal 2. Mit schöner Erkältung noch 10 Minuten im Bus mit offener Tür warten und dann kam ich gegen 6.45 Uhr an Terminal 2 an. Das weckte irgendwie schlechte Erinnerungen, weil ich hier mit Nadine unseren Shanghaiflug verpasst hatte. Für Hongkong gab es aber extra Schalter. Und da wo ich hinmusste stand kein Schwein. Hatte also meine Boardkarte in 2 Minuten. Super. 6.48Uhr. Also gemütlich auf zum Gate. Ich kam am Money exchange vorbei und dachte ich tausche mal noch paar RMB in HKD. Gebe der also 300 RMB und hätte ca. 350HKD bekommen müssen. Sie gibt mir 280HKD - what the fuck? Alles klar. Danke fürs Spielgeld!

Nach dem Boarding dauerte es noch ewig bis zum Start. Alle nutzten die Zeit zum Schlafen. Ich sass neben einer ca. 30 jährigen Chinesin, die in allen möglichen Positionen versuchte zu schlafen. Kurz vor dem Essen kamen wir ins Gespräch. Sie überliess mir sogar ihr Rindfleisch mit Kartoffelpüree, sodass ich zwei Mahlzeiten hatte (hatte selbst Hühnchen mit Reis). Jemanden sein Essen zu überlassen ist der erste Schritt für eine chinesische Freundschaft! Nach der Landung tauschten wir Wechat und sie begleitete mich bis zur Passkontrolle. Dann musste ich alleine Zettel finden und ausfüllen, Geld abheben, zum Bus laufen und feststellen er nimmt kein Bargeld, Octopus Bus und Bahnkarte kaufen und wieder zum Bus. Das Wetter war trüb und die Wolken hingen tief. Dennoch beeindruckendes Panorama mit den Inseln! Bei der Fahrt konnte ich schon beeindruckende Wohnhäuser sehen. Jedoch wurde schnell klar, das es sich hier um keine tipitop Stadt handelt, da viele Gebäude sehr heruntergekommen sind.

Als ich dann herausgefunden hatte wo ich raus muss und auch die richtige Haltestelle genommen hatte, fiel mir zum ersten Mal auf, dass es ja Linksverkehr ist. Wow! An der nächsten Strassenecke wurde ich deswegen auch fast überfahren. Zum Glück gibts an manchen Straßen Hinweise für dumme Menschen wir mich :D

Dann wurde ich auch gleich von nem Inder angequatscht ob ich ein Hotel will. Ne danke, hab eins im selben Haus. War er so freundlich und hat mir den Weg gezeigt, sonst hätt ich wohl den Eingang nie gefunden. An Fakemärkten vorbei zum Fahrstuhl in Etage 10. Als ich dann die richtige Nummer gefunden hatte stand da "Amy anrufen oder in Etage 6 gehen". Da mein Handy immer noch lein Netz gefunden hatte, also auf in Etage 6. Dort sass ein Opi der weder Englisch noch Chinesisch mit mir sprach. Das schaute meinen Zettel an und stellte fest, dass ich in Etage 10 soll. Also mit Opi und Koffer in Etage 10. An der Tür laß er dann dasselbe wie ich. Er entschied sich Amy anzurufen. Dann gingen wir wieder in Etage 6 und er gab mir ein Zimmer dort. Ähhh okay. 2 Betten statt einem, aber kein Fenster. Sieht schon ganz schon krass aus! Aber putzen hat nich geholfen, das war alles abgewohnt. Beim Duschen muss man direkt im Klo stehen. Und das für 30€ die Nacht!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich mich etwas sortiert hatte machte ich mich auf zum Visacenter. Auf dem Weg wollte mir ein anderer Inder unbedingt seine Maßschneiderei zeigen. Ich sagte ich komme später, weil mein Visum wohl n bissl wichtiger wäre. Auf zur Metro. Die ist breiter und viel besser organisiert als die Chinesische. Da steigt man aus und kann auf der anderen Seite direkt umsteigen. Nur wenn man eine Haltestelle zurück will oder in die andere Richtung wirds etwas komplexer.

Okay... und es gibt unendlich viele Ausgänge :D   A B C D F H J K L M P R  ... alles klar!

Schon nach dieser ersten Stunde war mir klar, dass das nicht China ist und dass ich mich unwohl fühle. Das ist keine chinesische Einheitsmasse mehr. Hier ist jeder individuell. Jetzt schauen mich nicht mehr alle an, sondern jeder. Andere Klamottenstyles, lange Nasen, Bärte, Selbstbewusstsein... Das sind keine Chinesen! Das sind westliche Leute, die mich trotzdem für anders halten. Aber so mit der Struktur haben dies auch nich so. Überall links laufen und links fahren, da wos aber nicht geregelt ist, laufen alle rechts und auf der Rolltreppe wird auch rechts gestanden. Sehr inkonsequent!

Naja. Ich war 15.30 rum auf der Visabehörde. Da stand aussen ein Schild "Wartezeit 120minuten" hä? Wie das wenn die nur bis um 17 uhr aufhaben? Naja dacht ich ich geh trotzdem mal rein. Am Securitycheck hiess es, alles zu Essen und zu Trinken und Süssigkeiten sind verboten. Ich hatte die Wahl es draussen vor der Tür auf den Haufen zu werfen oder für 2€ bei der Gepäckabgabe abzugeben. Die wiederum nur bis 17.30 auf hatte. Aha. Also für 2€ abgegeben. Was solls. Wieder aufs Chinakonsulat rein ohne Rucksack... "Ziehen sie eine Nummer"... Nirgens was gesehen zum Nummer ziehen. Musst ich erst zu so nem Typ der den Visaantrag kontrolliert. Meinte er, mein Zettel is von 2013, das geht ja garnich... Muss ich neu ausfüllen... Ja und die Nummer? Die bekomm ich erst später. Und ein hämisches Grinsen. Da wär ich ja glei am liebsten ausgerastet. Vor allem weil die Anne extra nochmal geschaut hat obs auch der aktuelle Zettel ist. Also entweder ist die doof oder die stellen absichtlich alte Zettel ins Internet um die Leute zu quälen. Stifte zum neuausfüllen gabs auch nicht. Und wie ich da nun in dem proppenvollen Raum stand, den Wisch ausgefüllt hab, wo natürlich plötzlich neue Fragen aufgetaucht sin... Kam die ganze Zeit die Durchsage welche Nummer dran is und durch die tausend wartenden Leute wars natürlich übelst laut und ich wollt einfach nur losweinen. Und dann dacht ich mir "selbst wenn du dir dann ne Nummer bei dem Clown ziehen darfst, siehst du deinen Rucksack nie wieder, weil du hier vor 17.30 ne rauskommst" gut, damit hatte sich die Sache für mich erstmal erledigt. Hab ich mir in Ruhe alle Vorgaben durchgelesen und wovon ich alles ne Kopie brauch... Hab ich das fein alles kopiert und meinen neuen Freund gefragt obs ok ist. Der war einverstanden. Immerhin. So eine unverschämte Willkür die Leute 2 Stunden ohne Trinken warten zu lassen! Die wollen auch einfach nicht dass man alles zu Hause vorbereiten kann. Aber war mir ja klar, dass es so laufen würde. Ich allein in Hongkong und alles geht schief. Stinksauer und hilflos hing ich erstmal in Hafen rum.

Erstes Fazit: Hongkong ist eine Stadt der bescheuerten Regeln. Man kann immer nur halb die Strasse überqueren, dann muss man wieder 3 min an der Ampel warten, Strassenführung ist absolut sinnlos und zu Fuss kommt man nie da an wo man hin will, man darf sich nirgens hinsetzen, Rauchen in der Öffentlichkeit darf man auch nicht überall, keine Hunde, kein Skateboarding, nich hinter Tempel pinkeln, nicht laut sein....

Fein aufgereiht an der Bushaltestelle warten.

Stadt der Baustellen

Alle wollen einem Flyer und Uhren und Anzüge und sonst was andrehen und es ist so unglaublich teuer. Und so gibt viele Ausländer. Vorallem da wo ich wohne viele Indern und Afrikanern. Ich vermisse meine einfachen China Chinesen. Hongkong ist halt eine Geschäftsstadt und keine Touristenstadt. Pech mit dem Wetter hatte ich sowieso, 17 Grad und leichter Regen jeden Tag.

Nachdem mir der Inder nochmal einen Anzug aufschwatzen wollte, kam ich wieder in meinem Hotel an. Im Eingang sassen zwei Zentralafrikaner mit denen ich mich kurz unterhielt. Die bleiben in dem Hotel 2 Monate ohne Fenster, ich würde eingehen! Insgesamt hat das Hotel 9 Zimmer und anscheinend wohne ich nur mit Schwarzen, 6 Jungs und ein Mädchen. Der eine, Ulrich, überredet mich mit ihm am nächsten Abend zum Abendessen zu gehen. Okay.

  

Mein Block: Innenhof und Außenfassade. Völlig krass!

Als ich am nächsten Morgen erneut zum Visa Center wollte, hatten sich die anderen 3 Afrikaner und das Mädel an der Hoteltür ausgesperrt und haben wie wild an der Tür gerüttelt. Da ich losmusste hab ich halt aufgemacht... Wollten mich auch alle sofort in ein Gespräch verwickeln... Bin aber los. In der Ubahn fiel mir auf ich hatte meine Tabletten und meine Bemme (die ich noch vor meiner Passabgabe essen wollte) zu Hause veressen. Also bin ich nochmal hoch und die hingen alle noch im Hotelflur rum. Der eine wollte mir ne Kippe andrehen und dann Gras. Und hat auch versucht in mein Zimmer zu luken und hat geklinkt als ich die Tür zugemacht hatte. Als ich wieder rauskam standen die immer noch alle um mich rum. Und der kiffende Typ wollte mir unbedingt folgen. Bin ich dann die Treppen runtergerannt um dem zu entkommen. Alter.... Ich hab echt Angst heimzugehen... Und Angst dass die bekifft meine Tür eintreten oder sowas.... Wenn ich mich schlecht mit denen Stelle wird das wohl ne harte Woche.. Aber gut stellen heisst Zeit mit den Hirnis verbringen. Das Problem is einfach dass ich den ihre Mentalität nicht kenne und daher Angst habe, weil mit denen nicht umgehen kann.... Un wenn die dann auch noch auf Drogen sind, na super! Ich konnte mich aber glücklicherweise in den nächsten Tagen von meinen Mitbewohnern distanzieren und bin nicht in Drogengeschäfte geraten.

Im Moment sitze ich gerade auf 238m auf dem Macau Tower und schaue zu wie die Sonne im Fluss verschwindet. Trinke ein Red Bull mit Kohlensäure!!! (In China gibts nur ohne), relaxe und lasse Hongkong nochmal Revue passieren.

ALso wie gesagt machte ich mich am Dienstagfrüh zeitig auf zum Visacenter, hatte mein Essen zu Hause gelassen, stand kurz an und war 9.10 Uhr drin und hatte doch tatsächlich sofort eine Nummer bekommen. Nach 10 Minuten warten war ich doch tatsächlich auch schon dran. Nach ein paar Korrekturen hiess es, ich kann am Montag wiederkommen. Sehr gut! Nur irgendwie hatte Sie meine Hongkongaufenthaltsgenehmigung behalten, damit hatte ich quasi nichts, außer meinem dt. Ausweis. Naja auf zum Sightseeing... Wenn man das in Hongkong so nennen kann. Ich wollte mir ein paar Tempel und den Victoria Parc ansehen. Beim Bummeln durch die Stadt standen hochmoderne Megahochhäuser und zerfallene Häuser dicht beisammen. Mein erster Weg führte in 4 Etagen Forever 21, den ich mit ner neuen Hose und nem Kleid verliess. Apropos... In Hongkong muss man an der Kabine einer Dame zeigen wie viele Stücke man hat, man darf da nich einfach so rein.

Danach wollte ich was Essen und mich hinsetzen. Verzweifelt suchte ich noch einer Bank. Gab es nicht. Hmm dann versuch ichs mal da im Shoppingcenter. Da gab es auch nichts zum Sitzen... Also setzte ich mich in ne hintere Ecke auf nen Bodenleiste an der "Don't sit" stand. Hmm, super. Ich bin aber nun mal leider erkältet und schwach, da muss man halt mir irgendwo sitzen. Kurz darauf fand ich den ersten Tempel. Der bestand aus einem sehr kleinen Tempel... Kein Eintritt, nichts. Keine Vorhalle. Ahja. Das hat sich ja gelohnt. Dann relaxe ich halt erstmal im Park. Im Park war es so traumhaft schön, unter Palmen, tropischen Bäumen mit Luftwurzeln und tropischem Vogelgezwitscher. Wie im Urwald.. . in nem kalten Urwald! Das Wetter war die ganze Woche trüb un kühl (17°C geschätzt).

 

Nachmittagsbeschäftigung von Männern: Mitn Miniatur-Motorboot auf diesem Minipool Rennen veranstalten. :D

Beim weiteren Bummeln kam ich durch merkwürdige Einkaufsstraßen mit allen möglichen abstoßenden Fleisch und Fischgeschäften und landete schließlich im von Demonstranten abgesperrten Gebiet, was aber für Fußgänger zugänglich war. Da war eine beachtliche Mengen an Zelten aufgebaut. Die meisten waren jedoch leer. Es waren Bildergalerien, Informationstafeln, Installationen erstellt wurden. Ein bald ein geschichtsträchtiger Ort?

Am ersten Abend hatte ich Urlrich versprochen mit ihm Essen zu gehen. Er schrieb mir zwar die ganze Zeit, war aber zum verabredeten Zeitpunkt nicht da. Ahja. Wollte ich allein los, da ich eh mega Kopfweh hatte. Da traf ich ihn im Fahrstuhl. Wo ich denn hinwöllte fragt er. Die Frage ist aber doch eher: wo er gewesen ist?! Er liess mich dann noch 10 Minuten warten und dann gingen wir zum Inder. Das Gespräch war aufgrund seines schlechten Englischs etwas schleppend. Er spielt hier Fussball mit all den anderen Schwarzen im Hotel. Sehr gut, dann brauch ich die ja nicht mehr fürchten. Nach dem Essen wollte er unbedingt noch eine Runde gehen. Wir gingen zum Hafen, wo die Skyline in dicken Wolken schimmerte. Ich wollte schnell nach Hause, da ich Kopfweh hatte und etwas Ruhe brauchte. Verstehen konnte er das nicht.

Am nächsten Tag fuhr ich zum Nonnenkloster. Auf dem Weg dahin kam ich (mal wieder) an einem Shoppingcenter vorbei. Da schaute ich mal in den H&M und fand wunderbare Winterschuhe, nur leider nicht in meiner Grösse. Haben sie auch nicht im Lager hiess es. Hmm, dann war ich noch bei China Mobile um zu fragen wieso ich kein Netz hab. Ich durfte natürlich nicht fragen ohne ne Nummer zu ziehen. "Können Sie mir denn überhaupt helfen wenn ich eine chinesische Simkarte habe?!" Nein. " Na dann brauch ich ja auch keine Nummer". Vielen Dank! Auf dem Weg zum Nonnenkloster geriet ich erstmal in einen Krankenhauskomplex, weil das Kloster so klein war, dass ich es übersehen habe. Im Kloster wollte ich mich erstmal hinsetzen und etwas Essen. Als ich mein Brot fast beendet hatte kam eine Dame gestürmt, ich dürfe hier weder Sitzen noch Essen, da drüber auf dem Stuhl wärs ok. Nee danke.. Hab ich ja Glück dass ich bei zwei so schweren Verstößen kein Hausverbot bekommen habe. Es gab schöne Tempel zu sehen und einen wunderbaren Park.

Anschliessend wollte ich ins Hongkong Herkunftsmuseum in Sha Ti. Die Haltestelle der U-Bahn endete in einem ausweglosen Shoppingcenter. Oh mann!! Als ich einen Weg raus gefunden hatte, stand ich vor der Snoopyworld, die aber leider wegen Regen geschlossen hatte.

 

Mein App sagte der Berg der 10.000 Buddhas wäre in der Nähe und so änderte ich kurzfristig meine Pläne. Auf der Suche nach dem Eingang (mitten im Nichts wohlgemerkt) fand ich etwas tempelartiges, schön Angelegtes... Das wirds wohl sein.

  

Es ging steil bergauf und es gab sogar eine Rolltreppe. Ich entschied mich aber für laufen. Ein paar Meter höher stand ich in einem Rondell aus kleinen offenen Räumen mit ganz vielen Mamortafeln... Das wird doch wohl nicht?! ... Doch... Das sind Gräber.. Wie unsere Massengräber. Ich erklomm 8 Etagen des Berges und fand immer mehr Grabkammern.

 

Ganz oben angelangt, konnte ich die Buddhas zu denen ich wollte, sehen, aber es gab keinen Weg dahin. Ich fragte eine junge Hongkongerin. Sie lachte, weil ich hier falsch war und schaut wo der richtige Weg ist: gleich 5 m neben dem Eingang wo ich rein bin. Sie sagte das hier sind die ganz normalen Gräber, weil nicht mehr Platz ist. Krass! Aber... ein Friedhof mit Rolltreppe... verrückt! Sie war sehr offen und selbstbewusst, absolut nicht Chinesisch. Mit einer Schienenbahn begleitete sie mich bergab und zeigte mir den richtigen Eingang.. Der absolut unfindbar ist! Sieht doch sofort touristisch und einladend aus oder?

Zum Berg der 10.000 Buddhas ging es viele Stufen hoch und am Rand standen unzählige Goldfiguren die Mönche zeigten. Zwischendrin kam immer Mal ein Schild: "Geben Sie falschen Mönchen kein Geld! Echte Mönche würde nicht betteln!" ich stellte mir also vor wie zwischen all den "echten" Mönchstatuen ein menschlicher Mönch sitzt und nach Geld fragt xD zum Glück ich keinen getroffen.

 

"Heeeyy meinn Glas is schon wieder leer, rück den Alkohol raus!"

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ja Meister, mehr Alkohol für alle!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ich glaub ich hatte genug!"

 

 

 

laugh

 

 

 

Nachdem ich endlich oben angekommen war, gab es schöne Tempel und einen tollen Ausblick. Sowie einen Tempel mit 10.000 verschieden aussehenden Buddhastatuen. Sehr schön!

 

 

Buddha-Selfie

 

 

 

 

 

 

Bergabwärts nahm ich einen anderen Weg der dann spontan in einer sehr ländlichen Wohnsiedlung aufhörte. Eigentlich wollte ich noch zum Museum. Es gab aber keinen Weg um das Shoppingcenter rundrum. So musste ich nochmal rein und dachte wieder an die H&M Schuhe. Also auf in einen völlig überfüllten H&M, der aber die Schuhe nicht hatte. Eine Hose und eine Handtasche später war es schon zu spät fürs Museum und ich landete im Lichterirrgarten auf dem Shoppingcenterdach.

  

Zurück in meiner Straße gab es Abendessen bei McDonalds, da mir das Hongkong Essen zu teuer war. Als ich fast fertig war, setzte sich ein ca. 40jähriger schwarzer, afrikanischer Brite zu mir, der in China Sportmerchandise verkauft. Er sagte er wollte eigentlich ein Eis essen, fühle sich aber schlecht, weil er heute schon eins hatte. XD aha, wir kamen ins Gespräch und tauschten uns über die verrückten Chinesen aus. Er hatte einige Zeit in kleinen Dörfern verbracht und so die richtigen Chinesen kennengelernt. Er sagte „Die Essen echt alles … und denen ist auch egal, ob für die nächste Generation noch was da ist. – Ich habe eine Freundin gefragt, ob die Dorfeinwohner auch mich essen würden. Und sie sagte ‚Hmm, ich glaube schon… sie haben noch nie schwarzes Fleisch probiert... und sie probieren gerne neue Sachen.‘“ Oookayy… niemals in kleine Dörfer gehen. Das Gespräch war sehr unterhaltsam, aber ich wunderte mich doch stark, wieso sich jemand ohne Essen bei McDonalds bei Jemand fremden an den Tisch setzt. Daher entschied ich weiteren Kontakt nicht zu erhalten. Wieder zu Hause angekommen musste ich mir Vorwürfe von Ulrich anhören wieso ich nicht mit ihm Essen gehe. Totales Geschwafel und immer 5 Nachrichten auf einmal. Er hätte sein Herz verloren. Wieso ich ihn nicht sehen will. So ein Abnerv!!

An Tag 3 fuhr ich zum grössten sitzenden Buddha der Welt nach Lantau Island. Für schlappe 16€ konnte man hoch und runter fahrn. Für 23€ in ner Kabine mit Glasboden... Hmm ähh.. Nee.. Und dann gabs da noch ganz viele tolle Pakete, die einem schmackhaft gemacht wurden, während man da 20 Minuten anstand. "Laufen mit Buddha" plus Gondelrundfahrt plus noch irgendwas, nur 25€! Ich entschied mich dann doch für sie 16€. Nachlösen kann man schliesslich immer noch. War auch gut so, die "Extra-Specials" waren nämlich ein Kinobesuch! Uhhh!! Na da hab ich mich ja geärgert!

Es wurden Fotos beim Einsteigen in die Seilbahn gemacht, oben wurden die einem dann direkt um die Ohren geschmissen. Beim runterfahren genau dasselbe. Egal wo man aussteigt, man kommt immer in der Shoppingmall oder im Souvenirshop raus. Schrecklich. Auch später an der Tram zu Victorias Peak und am Macau Tower musste man sich vor ein Poster bzw. ne grüne Wand stellen und dann sollte man das Fake Bilder für ca. 10€ kaufen. Die meisten haben sich gar nicht erst fotografieren lassen.

Bevor man zum Buddha durfte musste man eh erst durch eine Shoppingstrasse. Die habe ich mir aber für danach aufgehoben und viele Mitbringsel gekauft. (Apropos, den Tag zuvor hatte ich mitten in Hongkong einen kleinen Laden mit Nussknackern (meine Chinesisch Lehrerin wünscht sich einen) gefunden und da gab es auch ein Heidi Puzzle. Heidi die Kindersendung auf der Alm. Die wurde in Hongkong auch ausgestrahlt. Haha xD)

 

Der sitzende Buddha war eindrucksvoll! Vorallem wunderschöne Langschaft. Leider wieder alles im Nieselregen. Um ganz hoch zu dürfen (eine Treppe mehr als die Normalos) musste man sich einen 8€ Essensgutschein kaufen! So ein Schwachsinn! Völlig Unnötig.

 

Interessanterweise gab es dort auch eine Halle der 10.000 Buddhas xD ... Komisch.. War ich da nicht erst gestern?! Sah aber anders aus, auch sehr schön.

Als ich dann den Berg wieder verlassen hatte, kam die Sonne raus. Na toll!

Mit der Bahn gings zurück in die Stadt. Dabei passierten wir eine andere Insel, die beim Vorbeifahren so toll aussah, dass ich nochmal eine Haltestelle zurückfahren musste um dort auszusteigen. Wieder endete die Haltestelle in einer Shoppingmall aus der es kein Entkommen gab.

Es war eine kleine Insel mit atemberaubenden Hochhäusern.. Wahnsinn.. Und wieder ein Bergfriedhof, diesmal aber mit richtigen Grabsteinen auf engstem Raum.

Ich fuhr wieder in Richtung Heimat. Ich wollte mein Glück nochmal im H&M versuchen und nahm die U-Bahn die wieder in einem Shoppingcenter enden sollte. Sie endete auch in einer Megahalle, aber da gab es keine Läden. Hä? Aber auf der Karte ist doch der H&M hier? Nachdem ich eine Runde um das Gebäude entlang eine mega Baustellen gelaufen war, fand ich den Eingang. Und.. Der H&M war am anderen Ende.. Also wieder alles zurück laufen. Aber es gab keine Schuhe. Oh mann! Aus Frust habe ich mir dann beim Bäcker alle tollen Sachen gekauft die ich vermisse: Pfannkuchen, Blätterteig mit Erdbeeren und Brötchen. Das hat mich etwas glücklicher gemacht.

Es war kurz vor 6 und ich wollte um 8 am Hafen sein zur Lasershow. Also noch massig Zeit. War ja nicht weit. Haha, hab ich gedacht! Ich musste erst ewig durch eine Baustelle laufen, dann um die Hafenstation herum, passierte noch einen H&M in dem Mord und Totschlag herrschte und es wieder nur Grösse 38 gab!

... Bis ich dann 7.45 Uhr am Hafen ankam.

Die Lasershow war ja mal übelst dünne! Etwas Musik und Häuser die etwas rhythmisch aufleuchteten und drei grüne Laserstrahlen am Himmel. Naja.

 

Samstag: als ich meine Unterkunft verließ sollte es eigentlich Regnen, aber an dem schmalen Stück Himmel was ich sehen konnte war doch tatsächlich Sonne! Perfekt, als ab auf die Bergspitze un Hongkong zu überblicken. Auf dem Weg zur Bergtram sah ich, dass die Sonne leider nur über mir die Wolken durchbrochen hatte. Volle Verarsche also wenn man den Horizont nicht sieht! Egal jetzt oder nie!

Nachdem ich eine Weile anstande hing es in der alten Tram steil bergauf. Der Ausblick war toll, nur konnte man nicht so weit sehen. Oben angekommen kam man im Souvenirshop raus. Na klar, wo auch sonst.

Als ich da durch war, stand ich plötzlich in einer 5 stöckigen Shoppingmall. Echt jetzt? Die bauen mitten auf ne Bergspitze ne Shoppingmall? Ach gegenüber ist noch eine. Alter!

Und in diesem riesigen Gebäude war auch das Madame Tussauds von Hongkong. Wie sinnlos! Mitten im nichts!

7 Rolltreppen später war ich dann endlich auf dem Dach. Der Horizont war trüb und die Sonne schien nur direkt über mir. Schade, bei tollem Wetter wäre es wahnsinnig schön gewesen.

Ich verbrachte mehre Stunden auf dem Berg. Z.B mit Warten auf Sonne, Suche nach einem bezahlbaren Mittag, Frieren im Wind. Die Talfahrt ging rückwärts bergab. Danach nahm ich die Fähre aufs Festland und relaxte im Regenwald, äh Park.

Ich fand ein atemberaubendes Stein und Scherbenmuseum! surpriseno (Achtung Ironie) Wow... Hmm aber egal, denn jeder Tempel und jedes Museum sind kostenlos.

Sonntag war ich etwas lust- und ideenlos und machte mich auf ins Hongkong Geschichtsmuseum. Das war ganz ok, aber irgendwie war da drin alles auch nur fake, sehr passend. Ich hatte meine Jacke und meine Tasche abgegeben, wobei ich nicht bedacht habe, dass die Klimaanlage ja immer auf 18° steht. Mir war dann quasi arschkalt.

 

Die hatten im Musuem Wald nachgebastelt sowie eine komplett begehbare Häuserreihe. Schon verrückt!

Ich hätte noch ins Wissenschaftsmuseum gekonnt, aber da musste man viel selber probieren und machen. Eher was für Nadine, nichts für mich.

Ich dachte ich geb den Schuhen bei H&M einen letzten Versuch. Und so schlenderte ich durch meine Strasse bis zum nächsten mega Shoppingcenter. Erst landete ich in der "Beauty Avenue" wo es so nach Kosmetik roch, dass ich sicher schon beim Durchlaufen schöner geworden bin. XD Dann fand ich auch den H&M. Von dem führte eine Rolltreppe nach oben, wo ein Schild stand "Accessoires, Schuhe und Taschen" - da will ich ja hin. Am Ende der Rolltreppe stand ich mitten in der Shoppingmall... Naja vll haben die ja nen extra Accessoire H&M. Als ich allerdings feststellte, dass es wieder eine 10 Etagen Shoppingmall ist. Entschied ich mich lieber zu fragen. Die Infotante meinte das ist mit im H&M Shop. Also nochmal 5 Etagen weiter runter. Und tatsächlich fand ich in der verstecktesten Ecke die Schuhe in 39! Na endlich! Hat ja nur 5 H&Ms gedauert :D

Das sind se!

Gut ich fragt euch sicher wieso ich wegen diesen Tretern in so vielen Läden war... aber die Schuhe sind super warm, haben Profil und keinen Absatz. Perfekte Winterschuhe!

 

Da man mehr Menschen als Klamotten sah, fiel shoppen wohl auch aus. Ich wollte mir einen Schokomuffin bei Starbucks holen. Der Verkäufer fragte: „Hot?“ - Ich will nen Muffin! „Ja, willste den hot?“ - äähh nee?!!

 

 

Da der Tag noch jung war geriet ich aus Neugier noch in ein Jockeywettgebäude, in einen internationalen Supermarkt und in ein absolut enges Fake-markt Kaufhaus, wo es von Actionfiguren, Playstationspielen und Iphonehüllen alles gab. Für mein exklusives Huawei hab es nirgens Hüllen xD Deswegen haben alle Chinesen Iphone, weils da die lustigsten Hüllen gibt.

Im Hotel konnte ich mich dann freuen, dass ich alles geshopped hatte, was ich so wollte. Stellte sich nur noch die Frage, wie ich es in den Koffer bekomme! Wird schon! Ich freute mich auch, dass ich am nächsten Tag endlich mein Visum abholen kann. Mein tagelanges Bangen, warum mir die Frau keinen Abholschein gegen hat wurde auch in Luft aufgelöst, da er zwischen ein paar Zetteln auftauchte. Also machte ich mich am Montagmorgen direkt auf meinen Pass abzuholen un so zeitig wie möglich nach Macau fahren zu können. Trotz dass das Visacenter um 9 öffnete, stand kurz vor 10 immer noch eine lange Schlange. Ich warf also mein Essen und Trinken neben den Eingang und reihte mich ein.

15 Minuten später kam ich mit einem neuen 60 Tage Visum wieder raus. Yuhu! Mit der Ubahn gings zur Fähre, wo mir gleich von einem inoffiziellen Ticketschalter ein Ticket aufgeschwatzt wurde. Schiff in 30 Minuten. Also fix durch die Anlage, Ausreisekarte ausfüllen, Passkontrolle, Sitzplatzvergabe. Das wars. Wie jetzt? Kein Securitycheck? Nichmal n Taschenscanner? Naja gut für mich, kann ich mein Getränk und mein Brot behalten. Die Fahrt mit dem Turbojet war sehr unschön. Was daran lag, dass es so ein modernes Boot war, was nur auf 3 schmalen Plastikkeilen das Wasser berührte. Da konnte einem eigentlich auch nur schlecht werden. Ich versuchte daher diese Achterbahnfahrt mit Schlafen auszuhalten. (Für nur 400€ hätte man auch einen Helikopterflug machen können.. villeicht eine Option für die Rückreise).

In Macao angekommen wollte einem jeder eine Stadttour aufschwatzen. Ich schaute mir also mal an was er so zu bieten hat. 2 Stunden zu allen wichtigen Plätzen, je schneller ich laufe, desto mehr kann ich sehen. Für 70€. So viel hatte ich nichtmal dabei. Ähh nee danke. Also raus zu den Bussen. Kam mir der Typ hinterher und bot mir die Tour für 50€ an. Immer noch mehr als ich dabei hatte und ich dachte etwas Schlendern is sicher angenehmer. Also auf in den Bus, keine Ahnung welche Haltestelle ich aussteigen sollte. Ich versuchte mich am GPS zu orientieren und stieg nach 5 Stationen aus. Es stellte sich heraus dass das GPS hing und ich schon auf der anderen Seite der Landzunge war. Wat? Schon? Das ist ja winzig!!! Ab da war mir klar, dass hier alles erlaufbar ist. Die Sonne schien, zwanzig Grad, kleine, heruntergekommene Gassen, alle mit Motorroller, wenig Menschen, wenig Autos... Ich fühlte mich wie in Südeuropa. Wunderschön... Ruhig.... Eine echte Abwechslung zu Peking und Hongkong. Ich war anscheinend auch eine Abwechslung für die Macauer, Anstarren stand wieder auf der Tagesordnung.

Ich schlenderte umher und passierte die zerstörter Kirche, die Altstadt und schreckliche Weihnachtsdeko.

Portugiesisch - Traditionell Chinesisch ist übrigens ne Wahnsinns Kombi :D

Von überall aus konnte man das Grand Lisboa Casino sehen... ein atemberaubendes Gebäude!

   

 

 

 

 

Als Spezialität wurden gummiartige A4 Blätter aus getrocknetem Schweinefleisch in tiefrot verkauft. Das wurde mit einer Schere in Probierhäbschen geschnitten. Ihhhgiitt!!! Wer das isst, isst auch kleine Kinder!

Ich träumte etwas durch den Tag, schlenderte um 2 Seen und genoss die Ruhe.

Obwohl die Sicht nicht sonderlich gut war, entschied ich mich meine restlichen Hongkongdollar in eine Fahrt auf den Macaotower zu investieren. Die Sicht war zwar tatsächlich eingeschränkt, aber die zwei Macau Inseln (eine Insel und eine Landzunge), die 3 langen Brücken die beide verbinden, die Casinos und Festland China waren gut zu sehen.

 

 

Als Highlight konnte man aus verrückten Aktivitäten wählen: Bungeejumping - höchster Sprung der Welt, Skydiving - irgendwie ähnlich, aber nich so krass, Skywalk - auf einer schmalen Plattform um den Turn laufen, Skyclimbing - bis zur Spitze der Antenne klettern. Da das ganze ziemlich teuer war und ich ja nun schon eindrucksvoll im Kletterwald bewiesen hab, dass ich schnell Panik bekomme, hab ich das mal lieber gelassen... Obwohl mich 2 Angestellte gefragt haben ob ich zum Bungeejumping hier bin. Seh ich so verrückt aus?!

Achtung: Fallende Menschen!

Naja wie ihr schon gelesen habt entschied ich mich für relaxen bis zum Sonnenuntergang. Ich fragte den Bungeejumpinglehrer wann denn die Lichter der Casinos angehen. Er sagte „Moment, das kann ich dir genau sagen“ und zückte sein Handy. Sein chinesischer Kollege schaute ihn verwundert an und meinte „das ist die Fernbedienung für die Casinolichter?“ XD schön gelacht, weil die Casinos auch exakt gegenüber sind und die Idee gar nicht so unglaubwürdig erschien. Aller 15 Minuten gab es aufschreie, weil wieder ein Mensch in die Tiefe gestürzt wurde. Das coole war, dass es 2 Etagen gab: das offene Oberdeck wo man runter geschubst wurde und 4 Etagen tiefer die Indoorplattform an der dann immer mal Menschen vorbei fielen xD da raste vom Zusehen schon mein Puls.

Als es dunkel geworden war begab ich mich ins Casinoviertel, was zwar schön leuchtete, aber um einen Busbahnhof herum gebaut war. Da gehört doch ein toller Platz hin! Ich überlegte kurz meine verbleibenden 100HKD (10€) zu verspielen.. fand es dann aber lächerlich :D - war auch gut, dass ich es nicht tat, die Fähre heimwärts war nämlich teurer!

 

 

 

 

 

 

 

Da ich ja entschieden hatte ich kann Macau erlaufen, machte ich mich auf den Weg zur Schiffsanlagestelle. GPS lies mich erneut im Stich, sodass ich vollkommen falsch abbog, so aber noch an zwei weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei kam.

Der Wartercube?? Bin ich denn schon wieder in Peking? Da kopiert als Macau von Peking??

19.45 Uhr erreichte ich die Schiffsanlegestelle und bekam ein Ticket für 20.00 Uhr. Da es schnell durch die Passkontrolle ging war das kein Problem. Dann ging es schauklig zurück nach Hongkong. Die arme Frau schräg vor mir hat sich eigentlich fast die ganze Fahrt übergeben. Aber das war auch sowas von unkomfortabel, ich hab mich auch nicht gut gefühlt. Im Hotel packte ich alles zusammen und freute mich auf die Heimreise nach Peking. Entweder das Redbull oder die Entspannung in Macau wollten mich nicht einschlafen lassen.

Noch einige Übergreifende Entdeckungen:

Lustig: Regenschirmautomat :D

 

Passend dazu gab es (nur wenn es draußen regnete) in jedem Shoppingcenter extra Schirmtüten, damit man auch ja nichts nass und dreckig macht. Die haben ja Putzfrauenmangel *hust*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieso bauen die denn alle mega Hochhäuser auf Säulen? das erscheint mir irgendwie unstabil...

 

 

Am nächsten Morgen schaffte ich es doch Ausnahmsweise mal ohne Probleme bis zum Flughafen. Ich bekam mein Boardingticket sogar 3 Stunden vorher. Als ich meinen Koffer abgab, sagte die Dame: "Haben Sie Gepäck zum Abgeben?" Ja! "okay, ihr Gepäck geht nach Peking." Ähh sehr gut! Wo anders hin wär auch doof... ?? Ich versuchte verzweifelt meine 150 Hongkongdollar (15€) noch zu investieren und entschied mich für ein ordentliches Frühstück, Backwaren und eine Scherenschnittkarte. All die anderen Geschäfte wie Gucci und Prada ließen mir mit diesem Budget leider keine Chance. Mein Flug hatte eine Stunde Verspätung und bis 30 Minuten vorm Boarding gab es kein Gate. Aha.. Wissen die also noch nicht wo dann Platz ist... Ist ja immer alles spontan aufn Flughafen. Naja. Jetzt sitzt ich im Flugzeug und freu mich auf "zu Hause" bei schönen -3°C. Ahh muss mein Handy ausschalten - sagte der Steward und mit Nachdruck meine Nachbarin in Chinesisch. Flugmodus zählt nicht mehr. Wozu gibts den denn dann? Ipad ist erlaubt, is klaaa. Ich hab auch schon wieder aus Dummheit RMB ausgeführt, die darf ich doch jetzt garnich wieder einführen. Sinnlos!

Als ich meinen Koffer vom Gepäckband hatte, musste ich den nochmal durch die Zollkontrolle scannen und wurde glatt rausgenommen. Na toll.. ich habe ein Käsebrot und haufenweise Gebäck dabei. Er interessierte sich aber mehr für den Apfel, den ich schon völlig vergessen hatte. Ohne einen weiteren Blick in meinen Rucksack schrieb er sich meine Passdaten ab. Naja er versuchte es zumindest. Nach 2 Minuten ungläubigen Suchens fragte er mich schließlich aus welchem Land ich denn bin. :D Da cleverer Weise außen auf dem Pass "Bundesrepublik Deutschland" steht und innen unter "Nationality: Deutsch" :D :D naja woher soll er das dann wissen :D

Auf jeden Fall war ich mir unschlüssig ob ich wegen des Apfels nun Strafe zahlen müsste oder nicht... und wenn ja, kann ich dann die eingeschmuggelten RMB geben, die ich eigentlich gar nicht haben dürften oder ist das gleich die nächste Straftat?!blush

Er verlangte aber kein Geld und behielt nur den Apfel... wenn ich den nu vor der Zollkontrolle gegessen hätte? Dann wären die bösen Keime in meinem Körper un ich kann trotzdem ganz China verseuchen. Ab wann gibt es also Blut- und Urinproben vorm Fliegen?!

 

Und noch ein Letztes: In Hongkong hatte ich zum ersten Mal richtige Möbelläden gesehen. Sowas gab es in Peking garnicht (außer IKEA)! Den Pekingern ist anscheinend egal was für ne Küche die haben, hauptsache ne Küche! ... Aber das hatte sich wohl genau in dem Moment für alle Pekinger geändert, in dem ich wiederkam... da stand nämlich in der Ubahnhalle ein Küchenmodell als Werbeobjekt :D