Ankunft 04.08.

Nach 24 Stunden auf den Beinen, einem kurzem Abstecher in die Wohnung, den Kennenlernen meiner Mitbewohnerin Dominiqua (26, Englischlehrerin) aus Polen ging es sofort weiter mit dem Tagesprogramm.

Mit Yin und Dominiqua lief ich zwei Straßen weiter zur Polizeistation. Die war absolut unscheinbar, genauso ein kleiner Laden wie die anderen, mit abgehängten Fenstern. Okay. Nach ca. 30 Minuten hatte es die junge Mitarbeiterin geschafft und zu registrieren. Yin war etwas genervt, da es sonst nur 3 Minuten dauert.

Anschließend folgten wir ihm auf der Straße zur Bushaltestelle. Wir fühlten uns etwas unsicher, da mitten auf der befahrenen Straße zu laufen, aber wenn es denn normal ist. Der dazugehörige Fußweg ist leider nur 60cm breit und nicht sehr komfortabel. Im Bus war es zum Glück nicht so voll. Wir fuhren auf derselben Straße 4 Haltstellen weiter zum Sanlitun Viertel. Dort befinden sich die Hutong School und gleich daneben meine Praktikumsfirma im SOHO-Center. Wir folgten Yin in das Gebäude mit einem Eingangsbereich komplett aus Marmor und verspiegelten Fahrstühlen.

rechts Gebäude der Hutong School, links Teil von SOHO Center

In Etage 15 kamen wir dann in der Schule an. Nicht ganz so schick wie der Eingang, aber dafür eine super Aussicht! Die Mitarbeiter waren super nett und überreichten uns eine Willkommenstüte mit T-shirt, Schirm, Stadtplan, Keksen, Tasse, sowie einer Simkarte.

Dort lernten wir auch Johanna (21 aus Holland) kennen, die mit uns zusammen wohnt und für die Hutong School arbeitet. Schön :) Sehr nette Leute dort. Anschließend mussten mir zum Sprachniveautest. Meiner dauerte 5 Minuten und ich musste auf 7 chinesische Fragen antworten. Ging so… auf jeden Fall wurde ich als Anfänger eingestuft hmm… ich kann halt etwas besser schreiben als Sprechen. Auf jeden Fall werde ich mich anstrengen viel zu lernen. Ohne Chinesisch ist es nicht so einfach in den kleinen Läden. Ich werde dann auch viel Spass haben, die richtigen Flaschen Putzmittel und so zu finden :D sieht ja alles gleich aus.

Dominiqua hatte einen Privatlehrer und ist daher etwas besser als ich. Gut für mich, so konnte sie am ersten Tag alles Wichtige klären.

Nach dem Welcoming tauschten wir ein bisschen Geld und machten uns auf Abendessen Suche. Dominiqua wollte unbedingt etwas total Chinesisches probieren. Das musste ich am ersten Tag nun echt nicht haben. Sie kaufte also undefinierbare Dinge bei einer Straßenhändlerin und ich fragte ein paar deutsche Chinesen wo denn McDonalds ist :D BigMacs gibt es übrigens wirklich grad nicht! Blödes Gammelfleisch immer! So gabs einen Chickenburger ohne Salat. Entweder war der aus, oder es gab auch einen Gammelsalat-Skandal, keine Ahnung.

Auf jeden Fall sehr schön: Schule, Arbeit und McDonals direkt beieinander :D

Wir entschieden uns nach Hause zu laufen. Waren ja nur 4 Busstationen die Straße runter…. Nunja… nach 45 Minuten waren wir dann völlig fertig zu Hause :D

Wie immer bin ich die einzige mit Plan, also ohne mich wäre Dominiqua nicht wieder nach Hause gekommen XD

In einem kleinen Laden kauften wir noch Mini-Milchbrötchen, Toast und Bier! Vorerst muss ich also nicht verhungern.

Abends versuchte ich dann etwas mit Mutti zu Skypen, aber das Internet hier ist manchmal ein bisschen komisch drauf… man kommt nicht aufs deutsche Google… Facebook geht auch nur manchmal über VPN… und die Apps auf dem Handy spielen auch verrückt. Ich bekomme zwar Emails und Facebookbenachrichtigungen, aber ich kann sie nicht laden :D sehr sinnvoll und Whatts-app geht garnicht.

Die erste Nacht war trotz offenem Fenster super ruhig! Es lebe ein Fenster zum Innenhof! Schlafen ging so, Bett ist sehr hart….

 

Tag 2, 05.08. Chillen

Heute habe ich erstmal bis 12 Uhr geschlafen. Denn heute habe ich noch frei J Morgen geht’s dann 9.45 Uhr auf Arbeit und direkt anschließend Sprachschule bis 20.30 Uhr. Puh!

Sprachschule ist jeweils Montags, Mittwochs und Donnerstags von 18.30 bis 20.30 Uhr. Samstags sind dann immer Ausflüge mit der Hutong School.

Zu aller erst habe ich heute meine Sachen sortiert und meine wunderbaren Geschenke meiner Mädels aufgemacht. DANKESCHÖN ihr seid so süss heart

Schön Toast mit Nutella gebruncht, mich über das merkwürdige Internet geärgert und an meinem Blog geschrieben.

Durch die Wolken und den Smog ist es draußen recht düsterlich. Prinzipiell ist es aber eher wie im südländischen Europa hier. Chaotischer Straßenverkehr, viele Leute auf Motorrollern und Fahrrädern – hab einen auf nem Motoroller gesehen, natürlich ohne Helm, und um nicht nass zu werden einen Schirm in der Hand hatte beim Fahren :‘-D – schwüles Wetter, Menschen die laut und viel Telefonieren und viele kleine Lädchen.

Erstaunlich sauber sind die Straßen allerdings. Und ja Mutti, die kleinen Kinder hier haben wirklich einen Schlitz in der Hose um direkt auf die Straße kacken zu können :D

 

So nun ist es schon 16.45 Uhr, da werde ich mal sehen was es noch so essbares zu kaufen gibt.

Wer kann muss mich auf jeden Fall besuchen! Es ist schon echt krass hier :)

 

Bilder findet ihr im Facebook Ordner, oder auch in den Blogs, sobald ich das drauf hab :D