Konkrete Informationen gibt es nicht

Diese Woche war ein Mensch der Delirium Brauerei zu Besuch. Das hieß wenig zu tun für uns, weil Ray beschäftigt war. Mittwochnachmittag fragte Ray ob ich mit zum Abendessen mit ihm und dem Deliriumtyp kommen wöllte. Anschließend hätte er gern noch ein paar Fotos von hübschen Menschen mit dem Bier. Ich sagte ihm, ich würde lieber zum Sprachkurs gehen. Er meinte „das ist aber eine einmalige Chance“. Sorry, das ist nicht sehr überzeugend^^. Als es dann aber hieß es gibt Peking Ente wollte ich nochmal drüber nachdenken. Da es keine klaren Infos gab, fragte ich wann und wo es denn nun ist. „Sorry, nur für das Sales Team.“ Öhm… okay? Was bin ich dann? Naja gut, dann halt Sprachkurs. Anschließend wollten sie noch in eine Bar und da sollte ich dann dazu stoßen zum Posieren mit dem Bier. Da aber dazu auch noch nichts festgelegt war, fuhr ich nach dem Sprachkurs nach Hause. Als ich angekommen war, war ich äußerst wenig motiviert nochmal irgendwohin zu gehen. Kurz darauf kam eine Nachricht „Sorry, wir gehen heute in keine Bar mehr!“ Yuhu smiley  (Bild meine Kollegen mit dem Delirium-Typ)

Am Donnerstagabend auf Arbeit begann der Start für ein desaströses Wochenende. Ray hatte seit 2 Wochen mit mir ausgemacht, dass wir uns Freitagmorgen zu einem wichtigen Meeting in einem Hotel treffen, um das anstehende Warsteiner Box-Event zu planen. Ich hatte mich schon gefreut, da es sicher interessant wird und das Hotel echt schick ist. Naja, Donnerstagabend dann fragte mich Suzie ob ich am Freitag gegen 11 die „Cash-Maschine“ (ich bin mir nicht ganz sicher wofür die da ist… glaub zum Echtheitsprüfen von Geldscheinen) zu „Tube Station Pizza“ bringen kann, da haben wir Samstag ein Event. Erst sagte ich ja, doch dann fiel mir ein, dass das Treffen mit Ray ja um 10 ist. Also nein. Woraufhin Suzie völlig geschockt ausgerastet ist und Ray 10 Minuten auf Chinesisch angeschrien hat. Weil er ein lieber Kerl ist, hat er natürlich klein bei gegeben. Ich hätte ja auch einfach beides nacheinander machen können?! NEIN!
Ich war wirklich richtig sauer, dass ich wegen so einer sinnlosen Aufgabe, für die ich durch ganz Peking muss, ohne das dorthin eine U-Bahn fährt und Suzie das Ding einfach hätte selber mitnehmen können, mein Meeting verpasse!!!

Abends bekam ich via Facebook noch einer Nachricht von meiner Mum. Aufgrund der Übernutzung des Internets an der Bushaltestelle, kam ich aber nicht ins VPN. Auch zu Hause funktionierte es auf dem Handy nicht. Hab ich es also mit dem Laptop versucht. Nach 10 Minuten war ich endlich drin, konnte zwei Nachrichten schreiben und danach ging nichts mehr. Während ich noch die Nachrichten von meiner Mum erhielt, konnte ich nicht antworten. SO EINE SCHEISSE! Was ein beschissene hilfloses Gefühl… und dann auch noch die Sache mit dem Meeting, das war zu viel für diesen Abend.angry

Irgendwie war mir auch schon fast klar was am nächsten Tag passierte: Da ich die doofe Cashmaschine erst 11 Uhr bringen sollte, ging ich 9 Uhr zur Arbeit. Gegen 10 Uhr fragte ich Antoine wie lange ich denn bis zur Tube Station Pizza brauche. Er meinte, wie willst du denn dahin kommen? Ich: Naja, mit dem Taxi? Er: Hmm das ist zu teuer… und U-Bahn fährt da auch keine hin. Bleib hier, ich sag Suzie Bescheid. ….. Suzie war aber nicht erreichbar. Und nachdem sie ja am Abend zuvor richtig wütend war, hatte ich echt bissl Angst. Naja, irgendwann erreichte Marina sie dann und Suzie meinte „jaja, die Cashmaschine kann Ray ja auch morgen mitbringen“. Auf Marinas Hinweis, dass ich dafür extra Rays Meeting verpasst hatte, kam nur „Ja, kein Problem.“ Marina meinte die Organisation läuft immer so. Super, genauso will ich arbeiten. Sklave für alle sein und immer die schönen Aufgaben mit blöden Aufgaben ersetzen, immer planlos, genau mein Ding.

Kurz vor Arbeitsschluss ging es dann weiter: Buch mal noch schnell zwei Hotelzimmer in Peking. Okay…. Erstmal garnich so leicht einen englisch sprechenden Kollege zu finden und dann über ein beinaltes, leises Telefon, als nicht Englisch-Muttersprachler, mit einem nicht Englisch-Muttersprachler belgische Namen auszutauschen. Ich habe ihm 10 Mal „Vandergeeten“ buchstabiert… er hat es mir 10 Mal angesagt. Es war immer noch falsch. Und dann noch Guillaume und Lindemanns…. Und als Krönung die E-Mail Adresse: @egdistriselecta.com … ich hatte mich satt. Und der mich sicher auch. Ich habe 20 Minuten mit dem Telefoniert, bis ich hatte, was Ray wollte. Ich war ziemlich gefrustet und musste auch noch eine Präsentation beenden und zum Beer Mania gehen, es war schon 18.15Uhr und 20.00 Uhr hatte ich einen Skype Termin. Yuhu. Als dann Ray kam und sagte „Ruf nochmal an und Cancel das Hotel“ war ich knapp vorm Ausrasten. Wieso? „Na wir wissen noch nicht ob sie eine oder zwei Nächte bleiben“. Na aber da brauch ich doch dann nur eine Nacht dazu buchen und muss nicht alles wieder canceln?! Ich sagte nein, das mache ich nicht!

18.15 Uhr, freitags wohl gemerkt, ging ich mit Marina zu Beer um Plakate zu übergeben. - - --- Kurze Vorgeschichte dazu: Am Wochenende verkaufen wir Bier über die Bar „Beer Mania“ (mit der wir eng zusammenarbeiten) auf dem „Great Wall Forest Music Festival“. Dafür wurden noch Helfer gesucht, sodass ich mich meldete und noch eine deutsche Freundin von der Schule mitbringen wollte. Es hieß Samstag 12 Uhr geht’s los. Freitagnachmittag hieß es dann: 11.30 Uhr Abfahrt. Okay -
Als wir dann im Beer Mania waren, hieß es, es geht 11.00 Uhr los. Öhm. Ich schrieb also Ramona eine Nachricht, dass es schon um 11 losgeht und wir uns schon 10.30 Uhr am Treffpunkt treffen müssten. Ich hatte allerdings keine Ahnung ob sie die Nachricht gelesen hat. Langsam wurde die Zeitänderung ja auch etwas unangenehm.

Great Wall Forest Music Festival

Samstagmorgen hatte ich eine Nachricht von Ramona, dass 10.30 Uhr klar geht. Gut. Kurz darauf, um genau zu sein 9.50 Uhr, kam eine Nachricht von Marina ob ich schon wach sei und ob wir schon 10.30 Uhr abfahren könnten, es sei Stau. Meine Antwort war „No“. Zurück kam nur ein „?“. Also ehrlich… ich steh doch nicht 30 Minuten eher auf, falls jemandem einfällt, dass es doch eher losgeht. Und vor allem wenn ich noch jemanden mitbringe… für 2 Personen die Zeit um 30 Minuten verkürzen ist etwas unrealistisch. Zumal ich noch beim Frühstücken war. Da wir ja aber zwei tolle Deutsche sind, waren wir 10.45 Uhr an Beer Mania, sodass wir etwas eher loskonnten.

Für eine Strecke von 45 Minuten brauchten wir aufgrund des Staus 3 Stunden. Aber das machte nichts, weil uns auf dem Festivalgelände eh keiner reinlassen wollte. Am dritten Eingang und mit noch einer eingesammelten Person durften wir dann endlich auf einen abgelegenen Parkplatz, von dem aus wir unser Zeug über einen Rollsplittweg tragen durften. Als wir ankamen war schnell klar, dass unsere Verspätung absolut nichts ausmachte. Es war noch überhaupt keiner da und es funktionierte noch gar nichts. Kein Wasser, kein Strom für unsere Barkühler.

Beim Abchecken des Festivals war auch schnell klar, das da irgendwas nicht stimmte. Das größte Zelt gehörte einer Kunstausstellung, an den besten Plätzen waren sinnlose Promostände, es gab noch nichts zu Essen, es gab Alpacas und man musste sein Geld in Papiergeld umtauschen um was kaufen zu können. Na aber das Papiergeld ist doch genauso viel Wert wie das richtige Geld…. Wozu?

Naja die Leute interessierte das eh nicht, denn die kamen mit riesigen Tüten voller Essen und Getränke. Es war ein großes Familienpicknick mit Live-Orchestermusik. Alle hatten kleine Kinder dabei und bauten ihr Sonnenschutzzelt direkt vor der Bühne auf. Der erste Hit des Jugendorchesters war „Gangnamstyle“. In der Pause danach schmetterte die chinesische Version von YMCA aus den Lautsprechern. Oh man…

 

Unser Standnachbar war der französische Nico mit seiner Crepanini. Da gabs das ganze Wochenende über kostenlose Leckereien! Sehr gut… naja.. am ersten Tag gabs zweimal Bratwurst im Crêpe. Einmal in einem Schwarzen, der sehr unangenehm schmeckte und dann nochmal in einem Süssen… öhm auch nich besser. Mein Bauch sah das genauso. Angeblich gibt’s das aber so in Frankreich.

Naja zurück zum Thema: Da die Leute alle nur rumsitzen wollten und die ganzen Essens- und Getränke stände etwas weiter weg und bergauf gelegen waren, kam am ersten Tag so gut wie gar keiner an unserem Stand vorbei. Das zeichnete sich schon sehr früh ab, sodass 4 Leute, inklusive Ramona, die ich ja extra gebeten hatte zu kommen, wieder nach Hause geschickt wurden. Sie sah es zum Glück gelassen, da gelangweilt rumsitzen ja auch niemandem was bringt. Selbst der Versuch den Leuten das Bier auf der Chill-Wiese auszuschwatzen scheiterte kläglich.

Wir verkauften ganze 27 Bier. Auf einem Festival, auf dem eigentlich 4000-6000 Leute sein sollten. Ich nehme an durch die schreckliche Opernsängerin die später das Orchester „begleitete“ waren vielleicht 800 Leute anwesend. Der Abend endete mit einem richtig fiesen Gewitter, welches mein Viertel ca. 20cm tief unter Wasser setzte. War wirklich nicht lustig da mit dem Auto durchzufahren…. Und Turnschuhe nachts um 23.30 Uhr föhnen ist auch total beschissen!!!

An Tag 2 fuhren wir gleich nur zu 5. Es würde zwar sicher etwas mehr los sein, da „Rhythm Night“ mit einigen Stars anstand, aber wir machten uns nicht viel Hoffnung. Diesmal schafften wir die Strecke ohne Stau in 45 Minuten, was uns noch kurz ein paar Fotos von der chinesischen Mauer erlaubte.

 

Auf dem Festival angekommen gab es nicht so viel zu tun. Also rumsitzen. Kurz darauf suchte ich mein Handy in meinem Rucksack. Es war nicht da. Hmm.. Scheiße…. Ich hatte es doch im Auto. Dann liegt es bestimmt da. Da aber der Fahrer noch mit Standorganisieren beschäftigt war, wollte ich nicht stören. Ich erzählte es seiner Freundin und sie sagte „Was dein Handy ist auch weg? Meins wurde geklaut.“ Was?? Wie? … Sie sagte, sie habe es in der Arschtasche gehabt und rausfallen ist unmöglich. Daraufhin gingen wir dann fix zum Auto um zu sehen ob wenigstens mein Handy noch da ist. Nichts. Nirgens. Ein Anruf meiner Nummer stellte sicher dass es geklaut wurde, denn es war ausgeschaltet.

WOW, was ein krasses Gefühl der Hilflosigkeit in einem fremden Land. Also entweder ist das Handy beim Aussteigen aus dem Auto rausgefallen oder es hat jemand an unserem Stand aus meinem Rucksack geklaut. Trotz der 100 Polizisten auf dem Festival, würde es wohl keine Hoffnung geben. Ich versuchte mich also mit der Tatsache zu arrangieren. Ich hätte gerne jemanden Mitteilen wollen, das mein Handy geklaut wurde… ist aber eher schlecht ohne Handy. Hmm. So musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass sich mein gerade einigermaßen geregeltes Leben wieder in Luft aufgelöst hatte.
Prinzipiell ist die Sache ja ganz schön merkwürdig wenn 2 Handys vom selben Team verschwinden. Ich fragte also den Chef ob er den anderen 2 Mitarbeitern vertraut. Er sagte ja, definitiv. Okay… wobei ich den einen wirklich stark im Verdacht habe. Ray meinte einen Tag später zu mir „würdest du denn früh auf Arbeit kommen und etwas den ganzen Tag in deiner Tasche verstecken?“ – Prinzipiell nein… aber eigentlich ist es ja die perfekte Tat, wenn ich mir sicher bin das der Chef mir vertraut und mich nicht kontrolliert….

Wenigstens das Geschäft schien etwas besser zu laufen. Die Leute waren jünger und weniger faul. Dennoch waren 5 Leute für eine Bar zu viel. Der Chef entschied sich daher, sich zu betrinken, seine Freundin quatschte Leute voll, zwei machten Bar und ich saß dumm rum. Die Musik an dem Tag war ganz gut. Mainstream-Rock. Später kam sogar eine der Bands zu uns zum Trinken. Ansonsten passierte nicht viel. Ich lernte zwei Deutsche kennen, mit denen ich mir die letzte Band anschaute und denen gleich noch Bier aufschwatzte. Die Chinesen können absolut nicht tanzen zu Musik. Die können nur springen und mit den Armen rumfuchteln. Aber die haben eine Ausdauer! Respekt.


Ich sorgte mich etwas um meinen Chef, da er unser Fahrer war und wirklich sehr betrunken, aber seine Freundin hat ihn zum Wassertrinken gezwungen. Gute Frau. Obwohl der zweite Tag besser lief und sogar geschätzt 2000 Leute da waren, verkauften wir nur 100 Bier. Wir hatten 30 Bierfässer à 30 Liter mitgebracht und haben 2 geleert. Von den mitgebrachten 1000 Flaschen Pfirsichbier, haben wie 5 verkauft. Um es mal mit Fabians Worten zu sagen „Da kann man schon mal enttäuscht sein!“ Der Chef war echt sauer über die Veranstalterin und auch meine Arbeitskollegen konnten diesen Misserfolg gar nicht verstehen. Wir entschieden also am nächsten Wochenende nicht wieder zu kommen.

Wo krieg ich ein neues Handy her?

Zu Hause fiel mir auf, dass ich ja ohne Handy gar keinen Wecker habe. Cool. Da das Wochenende aber eh relativ hart war, entschied ich mich einfach mal für Ausschlafen und ging 2 Stunden später zur Arbeit. In der Mittagspause schaute ich mich auf dem Handymarkt um. Zitat Ray „Dort darfste nicht kaufen… das ist alles nur Fake… Da auch nicht! Die bauen alle neuen Teile aus und ersetzen sie mit alten Bauteilen. Kein Handy oder Laptop hält hier länger als 2 Jahre.“ Na fein. Wenn ich mal meine deutschen Laptops bedenke: Einer ist ca. 12 Jahre alt, der andere 7 Jahre, der aktuelle über 3. Funktionieren alle noch. Und mein geliebtes Samsung war nach 4 Jahren auch immer noch perfekt.

Eric und ich suchten also nach einem geeigneten Modell. Ich legte mich auf das Huawei G750 von diesem Mai fest. Im Elektronikladen gab es allerdings nur Produkte von der G600er Reihe. Alter Schrott! Mir wurde von den Kollegen eh zum Onlinekauf geraten. Na mal sehen.

Da ein neues Handy also schwieriger werden würde als gedacht, ging ich zur Schule und bat um Hilfe für eine neue Simkarte. Es hieß ich kann meine alte sogar wiederbekommen, wenn ich 3-6 Nummern angebe, die ich zuletzt angerufen habe. Hm, ich hab nur 2 Personen angerufen, aber ok. Ja leider war aber keiner da, der mich begleiten wollte, so verlief auch das erstmal im Sande. Ich ließ mir erstmal ein Leihhandy mit neuer Simkarte geben.

Am nächsten Tag suchte ich dann das Handy auf der empfohlenen chinesischen!! Website mit Hülle und Displayschutz. Um zu bestellen hieß es, braucht man eine chinesische Kreditkarte. So eine hat nur Suzie. Die hatte aber an diesem Tag grad Unmengen an Arbeit. Sie sagte: „Die Website? Denen kann man nicht trauen… wir bestellen auf einer anderen.“ Ich suchte also das Handy auf der von ihr empfohlenen Seite und wartete.  

Am Mittwoch traf ich früh Yin mit meiner neuen schweizerischen Mitbewohnerin. Ich bat ich direkt mich am Nachmittag zum Wiederbeschaffen meiner Simkarte zu begleiten. Und… wer hätte es gedacht, ich habe tatsächlich meine alte Nummer, mit dem gesamten Guthaben und meinem alten Vertrag wieder! Nicht schlecht das System in China. Ich hab zwar mehr Zettel unterschrieben als jemals auf ner deutschen Behörde, aber dafür ist es jetzt einfacher, falls ich die Karte nochmal verliere. Anschließend waren wir noch auf der Polizei. Der Beamte war äußerst motiviert. Er stellte mir eine chinesische Bestätigung aus, dass das Ding geklaut wurde. Leider unnütz, da die Versicherung nichts zahlt. Am späten Nachmittag hatte Suzie endlich Zeit mein Handy zu bestellen. „Auf der Website? Da hab ich noch nie bestellt!“ – Hä? Du hast die mir doch empfohlen? – Jaja. Alles klar. Hauptsache sie bestellt. Sie fand sogar die Funktion, dass man ohne Kreditkarte kauft und direkt beim Postboten bezahlt. Das wirkte zwar etwas unsicher, aber nagut. Das Handy sollte am nächsten Morgen kommen. Yuhu!

Donnerstagmorgen kam dann auch mein neues Handy. Es ist riesig. Viel zu groß. Aber da es ja nirgens im Laden zum Anschauen da war, wusste ich es ja nicht. Kleinere finden ist zur Zeit eh schwer. Naja um 180€ leichter war ich erstmal glücklich. Englisch gabs auch, aber nur einen chinesischen Play Store. Hm, ich versuchte also so viel wie möglich einzurichten, scheiterte aber an einigen Einstellungen, die absolut nicht machen was ich will und an der Synchronisation mit Google. Ist ja verboten… Super. Es ist schon ein schönes Handy, aber weniger strukturiert wie die teureren und nicht so einfach zu dem zu bewegen was man will. Mein einzig eingespeicherter Kontakt „Eric Schramm“ wurde am ersten Tag 5 Mal hinterlegt, am zweiten Tag existierte er bereits 15 Mal. Ja Handy, ich weiß das der Eric wichtig ist, aber man muss ja nicht übertreiben! Mal sehen ob ich damit noch glücklich werde.

    

Freitag war PJs letzter Tag auf Arbeit. Also gabs ein Abschiedsbier in der Heaven Bar mit Ray und Marina. Eigentlich wollte ich mich anschließend mit Sergio zum einem anderen Abschiedsessen treffen. Marina und PJ bestanden aber darauf, dass ich mit ihnen Burger essen gehe. So versuchte ich Sergio abzusagen, bis mir einfiel, dass er meine Nachrichten nur empfangen kann wenn er W-Lan hat. Scheiße. Er wartete also auf mich und ich tauchte nicht auf. Ist ja so gar nicht meine Art. Naja, irgendwann hat er es dann gelesen und wir trafen uns nach dem Essen noch mit den anderen im Heavens auf ein Bier. Kurz vor 11 musste ich dann schon los den letzten Bus nehmen. So ein Scheiß mit den öffentlichen Verkehrsmitteln!

Olympiastadion, Deutsche Bäckerei, Freizeitpark und Eisfachchallenge

Samstag war Sightseeing mit Sergio angesagt. Plan Olympiastadion. Es war fieser Smog, der die ganze Stimmung drückte. Außerdem wurde beim Stadion überall gebaut. War also nich so der Hit.

 

Wenn man die olympische Schwimmhalle sehen will, bekommt man ein Ticket mit dem man 120 Minuten schwimmen kann, gegen Nachweis eines Gesundheitszeugnisses. Wenn man HIV+ ist darf man nicht schwimmen. Aids wird ja auch meistens in Schwimmbädern übertragen. Fanden wir doof, so liefen wir den 2km betonierten Weg bis zum Park. Bei Smog aber alles nicht schön. Er fand das Wetter auch total gut… aber ich war nah am Sterben bei 30°C und feuchter Luft.

 

Im Einkaufscenter im Olympiapark war noch / wieder weihnachtlich dekoriert. Weihnachten ist ja auch das wichtigste Fest der Buddhisten.

 

In dieser Bäckerei gab es neben diesen Leckereien noch Fischkuchenrolle, Omletttorte mit Ei und Schinken, Huhnkuchen und weitere Abartigkeiten. Nichts kaufen, wenn man nicht lesen kann was drin ist!!!!

 

Zum Mittag fanden wir einen Italiener mit billiger guter Pizza und Tiramisu. Ich glaub Sergio war der erste Mann mit dem ich ein Dessert geteilt habe :D

Es gab noch einen Dinosaurierpark. Also egal was für Figuren in China aufgestellt werden, jeder Chinese braucht ein Foto damit. Es wird geklettert, umarmt, gestrahlt. Minutenlang.

Nachmittags (15 Uhr) wollte ich dann meinen Lebensstandard aufbessern und die deutsche Bäckerei suchen. Die befindet sich in der Lucky Street. Na hoffentlich hab ich Glück.

Und ich hatte Glück, es gab „Berliner Landbrot“ – feinstes Mischbrot. Zwar klein und 4,50€ pro Stück, aber ich musste 2 haben. Da ich kein Messer habe, fragte ich die chinesische Verkäuferin, ob sie es schneiden könnte. Sie war es in eine ohrenbetäuben laute Maschine, die alle Bäckereigäste ordentlich aufschreckte XD Aber Brot ist geschnitten!

Deutscher Standard!!! Yeeahh!! Brot 9€, Käse 4,50€, Nutella 4€. YOLO!

 

Da es erst gegen 16 Uhr war, entschied ich noch durch einen Park zu laufen. Wie jedes Wochenende. Das ist wirklich unglaublich entspannend. Ich fand einen Berliner Bär, mein Traumhaus und richtig coolen Freizeitpark. Gegen 19 Uhr war ich dann von meinem kurzen, 4 stündigen Brotkaufausflug, wieder zu Hause angekommen.

 

 

Mein Traumhaus... oder mein Traumhochhaus mit Centralparkfeeling, mal sehn welches es wird :D

 

Ich wollte also nur noch relaxen und ¾ des gekauften Brotes einfrieren. Beim Öffnen der Gefrierfachtür sah ich, dass schon wieder das Routerkabel eingeklemmt war. Das führte dazu, dass alles einmal antaute und wieder zusammenfror. Das Fach mit 3 Schubkästen war ein einziger Eisklumpen. Sehr schön. Ich hätte mich ja sonst tatsächlich gelangweilt oder hätte lernen müssen. Also einmal Gefrierfach abtauen. Ich befreite den unteren Kasten und entschied dann den restlichen Spass meiner lieben Mitbewohnerin Jana zu überlassen, da sie dafür verantwortlich war und ihr Zeug noch in dem zugefrorenen Kasten liegt. Ich bin mir aber sicher, dass es sie eh nicht interessieren wird. Das Zeug wird da für immer drin bleiben.

Aber egal, es gab teures Brot mit übelst teurem Käse, Radler und Pfirsich. Luxus!

Sonntag ist Relaxtag. Ich arbeite schon wieder ewig an diesem Blog…. Und lernen will ich auch, weil wir eine neue Lehrerin bekommen. Mal sehen wie das wird.

 

Lacher der Woche

Zum Abschluss gibt’s noch ne kleine witzige Geschichte: An meinem dritten Arbeitstag war noch der Praktikant Dany da. Und da wir innerhalb der Firma über Skype kommunizieren, sagte er zu mir: „ich adde dich bei Skype“. Kurz darauf bekam ich eine Anfrage von jemanden namens „Ocelot“. Da der Name ziemlich doof ist, benannte ich ihn also in Dany um. Kurz darauf verließ Dany die Firma. Aber im Skypen Gruppenchat tauchten recht häufig noch Nachrichten von ihm auf. Auch wichtige Nachrichten. Hat ers wirklich so drauf gehabt? Na gut. Irgendwann hieß es dann mal ich soll Antoine, dem Marketing Manager irgendwas schicken. Den konnte ich aber nirgendwo im Skype finden. Hmm.. da dachte ich mir, ich schau mir „Ocelot“ mal genauer an…. 29 Jahre… Ups.. ja das ist der Chef :D  Der hatte mich genau in dem Moment geadded, als Dany es mir vorgeschlagen hatte :D Das erklärt natürlich die ständigen Nachrichten von ihm. XD

Und diese Toilette auf der Kaufhausdamentoilette: