Sightseeing in Peking
Peking ist seit 800 Jahren die Hauptstadt von China, das heißt es gibt wirklich viel zu sehen. Neben den "must see" Orten, die in keinem Touristenführer fehlen dürfen, gibt es auch noch andere Orte zu sehn.
Die Verbotene Stadt (故宫; Gùgōng):Die Verbotene Stadt und das Palastmuseum wurden ursprünglich während der Ming-Dynastie gebaut, seitdem aber oft erweitert oder neu konzipiert. Einigen Quellen zufolge ist sie mit einer Fläche von 74 Hektar, 960 Metern Länge in nördlicher Richtung und 740 Metern in östlicher Richtung, mit 999 Gebäuden innerhalb der Mauern und umrandet von einem Festungsgraben, der größte Palast aller Zeiten. Es ist seit 1984 ein Teil des Weltkulturerbes und eine der unbedingt zu besuchenden Sehenswürdigkeiten Chinas.
Das Palastmuseum ist inmitten der Stadt, nördlich von Tiananmen. Man kann die U-Bahn nehmen und entweder in Tiān’ānmén Dōng oder Tiān’ānmén Xī aussteigen, aber der Nordeingang ist nur eine 15 Minuten Fahrradweg von der Hutong School entfernt. Der Eintritt liegt bei 20 RMB, mit einem Studentenausweiß und 60 RMB ohne.
Der Himmelstempel (天坛; Tiāntán):Der Himmelstempel war ursprünglich der Ort, an dem die Kaiser dem Himmel huldigten und ist nun eines der touristischen Attraktionen in China. Entsprechend der chinesischen Tradition hatte der Kaiser das „Himmelsmandat“ und somit war auch der Himmel das einzige Medium, das ihm diese Macht streitig machen konnte (was auch zum Ende der Dynastie passiert ist). Da nur der Himmel mächtiger als der Kaiser war, musste Letzterer dem Himmel huldigen und ihm Opfer bringen.
Beachten Sie, dass das Konzept des Himmels (天; tiān) in China ein anderes ist, als das der Christen. Während im Christentum jeder die Möglichkeit hat mit dem Himmel und Gott in Verbindung zu treten, war in China der Kaiser das Bindeglied zwischen dem Himmel und den einfachen Leuten. Er war der einzige, der durch Huldigung und Opfergaben direkt mit dem Himmel kommunizieren konnte.
Der Park um den Himmelstempel ist einer der größten in Peking und bietet schöne Möglichkeiten für Spaziergänge zwischen den Zypressen. Das Hauptgebäude des Himmelstempels ist die Gebetshalle für eine gute Ernte.
Beihai Park (北海公元; Bĕihăi Gōngyuán):Der Beihai-Park war zuvor eine Art Freizeitpark für Kaiser und ist jetzt auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Mit seinem riesigen See eignet sich der Beihai-Park sehr gut für schöne Spaziergänge und kleine Ruder- oder Pedalbootausflüge für ein paar Stunden. Allerdings nur während der Sommerzeit.
Beihai befindet sich nordwestlich der Verbotenen Stadt und ca. 15 Minuten mit dem Fahrrad von der Hutong School entfernt.
Ein anderer Ort, der sich wirklich anzuschauen lohnt, ist der Sommerpalast (颐和园; Yíhéyuán). Er wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert als luxuriöser kaiserlicher Garten erbaut. Der Sommerpalast gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Er ist der größte kaiserliche Garten in Peking, wobei ein riesiger See 3/4 seiner Fläche ausmacht. Der Sommerpalast besteht aus mehr als 3000 Strukturen, inklusive Pavillions, Korridoren, Brücken usw.
Der alte Sommerpalast (圆明园; Yuánmíngyuán) wurde von eingeladenen europäischen Jesuitenarchitekten gebaut und wenig später im 19.Jahrhundert während des Opiumkriegs von europäischen Truppen niedergebrannt. Es war einst der größte und schönste Garten in China, jetzt ist es ein verlassener Ort mit Ruinen und einem großen See in der Mitte.
Der Lamatempel oder Yōnghégōng (雍和宫) war ursprünglich die Residenz des Kaisers Yōngzhèng der Qīng-Dynastie zu seiner Zeit als Kronprinz. Später wurde die Struktur zum Kloster umfunktioniert und wurde so das größte, dem tibetanischen Buddhismus gewidmete Kloster in Peking. Im hinteren Teil des Gebäudes steht ein gigantischer Buddha, der angeblich aus einem Stück Holz - das aus Nepal gebracht worden war - geschnitzt worden ist und um den das Gebäude später gebaut wurde.
Genau gegenüber dem Eingang von Yōnghégōng gibt es eine Allee mit Pekings einzigem konfuzianischem Tempel – Kŏngmiào (孔庙), wo es sehr viel ruhiger als im Lamatempel zugeht. Verpassen Sie nicht die Bücherei im hinteren Teil des Gebäudekomplexes, welche die konfuzianischen Klassiker auf großen Steinen eingraviert hat.
Es ist leider unmöglich hier alle Sehenswürdigkeiten Pekings aufzulisten. Wenn Sie Anregungen für einen Ausflug brauchen, wenden Sie sich ruhig jederzeit an die Mitarbeiter der Hutong School oder halten Sie Ausschau nach geplanten Exkursionen.



